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Lehre

Wissenstransfer & Konzeptentwicklung

REHABAnalytix Academy

Fortschritt in der Medizin entsteht, wenn valide Wissenschaft in replizierbare Therapiekonzepte übersetzt wird. Als Schnittstelle zwischen universitärer Forschung und klinischer Praxis entwickelt REHABAanalytix systemische Fort- und Weiterbildungsprogramme. Unser rollierendes Kurssystem bedient Fachkreise, Betroffene und interessierte Laien gleichermaßen – auf dem jeweils exakt passenden akademischen Niveau.

Für Fachpublikum

Evidenzbasierte Masterclasses und systematische Therapiekonzepte für die klinische Praxis. Wir beleuchten komplexe physiologische Zusammenhänge – wie chronische Schmerzmechanismen oder den Transfer aus der Raumfahrtmedizin – und leiten daraus konkrete klinische Konsequenzen ab.

Für Betroffene & Angehörige

Wissen als Schlüssel zu Autonomie und Selbstwirksamkeit. Wir vermitteln Ihnen das fundierte Verständnis für die Mechanismen hinter komplexen Problematiken – von chronischem Schmerz über ME/CFS bis hin zu Instabilitäten wie dem Ehlers-Danlos-Syndrom.
Wer begreift, warum der eigene Körper wie reagiert, gewinnt die Basis für autonomes Handeln. Wir helfen Ihnen und Ihrem Umfeld, den persönlichen Hebel zu finden, um Ihre Situation durch gezielte, hilfreiche Schritte nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Für interessierte Laien

Grundlagenwissen für einen bewussten Umgang mit der Gesundheit. Unsere Basis-Themen und Ergänzungsvorträge vertiefen das Verständnis für fundamentale physiologische Abläufe und begleiten direkt unsere physischen Kursformate.
Wir blicken gemeinsam hinter die Kulissen der Anatomie und besprechen funktionelle Zusammenhänge – zum Beispiel wie der Beckenboden aufgebaut ist, den Einfluss der Ernährung auf Rückenschmerzen, Veränderung des Körpers in den Wechseljahren oder Organproblematiken, die sich an völlig anderen Körperstellen manifestieren. Frei von Mythen, verständlich und alltagsnah.

Für Fachpublikum

Fokus: Tiefenwirksamer Wissenstransfer der modernen Neurobiologie für die klinische Praxis. Wir lösen uns von rein biomechanischen Erklärungsmodellen und betrachten die Mechanismen der Chronifizierung, der zentralen Sensibilisierung sowie das biopsychosoziale Management auf wissenschaftlichem Niveau.

Spezifische Blockinhalte:

  • Block 1: Neuroanatomie & Periphere Mechanismen – Transduktion, Transmission und die Rolle primärer Afferenzen bei Gewebeschädigung.
  • Block 2: Zentrale Schmerzverarbeitung & Modulation – Synaptische Plastizität im Hinterhorn des Rückenmarks, aufsteigende Bahnen und der somatosensorische Kortex.
  • Block 3: Mechanismen der Chronifizierung – Periphere und zentrale Sensibilisierung, „Wind-up“-Phänomen und neurogene Entzündungen.
  • Block 4: Das biopsychosoziale Schmerzmodell – Kognitive und emotionale Schmerzmodulation, die Rolle von Angst-Vermeidungs-Verhalten (Fear-Avoidance) und psychosozialen Yellow Flags.
  • Block 5: Klinische Phänotypisierung – Praktische Differenzierung: Wie erkenne ich nozizeptive, neuropathische und noziplastische Schmerzanteile am Patienten?
  • Block 6: Wissenschaftliche Patientenedukation – „Explain Pain“ als therapeutische Intervention: Komplexe neurobiologische Abläufe verständlich und evidenzbasiert in den Praxisalltag übersetzen.

Fokus: Spezialisiertes medizinisches Fachwissen für das klinische Belastungsmanagement bei postviralen Syndromen. Der Schwerpunkt liegt auf der tiefen pathophysiologischen Datenlage und der Methodik des klinischen Belastungsmanagements, um Post-Exertional Malaise (PEM) strikt zu vermeiden.

Spezifische Blockinhalte:

  • Block 1: Pathophysiologischer Status Quo – Endotheliale Dysfunktion, Mikrothromben, persistierende Virusreservoirs und mitochondriale Insuffizienz bei postviralen Erkrankungen.
  • Block 2: Das autonome Nervensystem – Dysautonomie, POTS (Posturales Orthostatisches Tachykardiesyndrom) und die Fehlregulation der Herzfrequenzvariabilität (HRV).
  • Block 3: Kardinalsymptom PEM entmystifizieren – Pathomechanismen der Post-Exertional Malaise, Abgrenzung zur klassischen Fatigue und klinische Red Flags.
  • Block 4: Diagnostik & Assessment im therapeutischen Setting – Anamnesetools, PEM-Fragebögen und die Durchführung sicherer, crash-freier Belastungstests.
  • Block 5: Strukturierte Methodik des Pacings – Mathematisch und physiologisch fundierte Energie-Grenzwerte, anaerobe Schwelle und die Erstellung individueller Aktivitätsbudgets.
  • Block 6: Herzfrequenz-gesteuertes Monitoring – Praktischer Einsatz von Wearables im klinischen Alltag zur objektiven Steuerung von Ruhe- und Belastungsphasen.

Fokus: Systematisches Clinical Reasoning abseits von reinen Bildgebungsbefunden. Dieser Kurs bringt ein in Deutschland einzigartiges Konzept auf den Punkt: Den Transfer wegweisender Erkenntnisse aus der Weltraummedizin (Reha-Forschung bei Astronauten) auf terrestrische Patienten. Erlerne die Grundlagen von struktureller lumbaler Integrität anhand von funktionellen Ultraschallbildern, damit strukturelle Riskiken minimiert und funktionelle Defizite einfach sichtbar gemacht werden können.

Spezifische Blockinhalte:

  • Block 1: Das Dilemma der Bildgebung – Die wissenschaftliche Evidenz zur Diskrepanz zwischen MRT-Befunden und tatsächlicher Schmerzsymptomatik.
  • Block 2: Biomechanik der Lenden-Becken-Hüft-Region – Funktionelle Synergien, Lastübertragung über die Iliosakralgelenke und die lumbodorsale Faszie. Analyse von Athrophiemechanismen der tiefen lumbalen Stabilisatoren (Mm. multifidii) und die daraus resultierenden mechanischen Integritätsverletzungen der Wirbelsäulenstrukturen.
  • Block 3: Segmentale Stabilität, Motor Control und die Rolle der funktionellen Ultraschalldiagnostik – Die Rolle der tiefen Rumpfstabilisatoren (M. transversus abdominis, Mm. multifidi) und neuronale Ansteuerungsdefizite, sowie Einführung in ein in Europa weitgehend unbekanntes Assessment: Wie die dynamische Ansteuerung der tiefen Rumpfstrukturen mittels Real-Time-Ultraschall (RTUS) objektiv gemessen und interpretiert wird.
  • Block 4: Systematisches funktionelles Assessment – Evidenzbasierte Clustertests zur Differenzierung von Bewegungseinschränkungen, Stabilitätsverlusten und Gewebesensibilitäten.
  • Block 5: Belastungstoleranz & Bewegungsmuster – Analyse von Alltags- und Sportbewegungen: Wann versagt die Kompensation, und wie bestimmen wir die Belastungsgrenze?
  • Block 6: Translation in die evidenzbasierte Praxis – Vom weltraummedizinischen Ultraschallbefund zur zielgerichteten, terrestrischen Trainingssteuerung und stufenweisen Belastungsprogression..

Format & Termine

Kursformate (Online-Live):
Variante 1: Berufsbegleitende Reihe über 8 Termine à 1,5 Stunden (wöchentlich).
Variante 2: Kompakt-Modul an 1–2 Intensiv-Wochenenden (jeweils von 09:00 bis 16:00 Uhr).

Für Patienten & Angehörige

Der Fokus: Was passiert nach einer Operation, Verletzung oder bei Gewebeveränderungen im Körper? Dieser Impulsvortrag nimmt mit auf eine Reise in die Biologie der Regeneration. Wir brechen die oft abstrakten Wundheilungsphasen in konkrete Zeitfenster herunter. Dieses Wissen gibt dem Zuhörer die Werkzeuge in die Hand, den Alltag selbstständig zu managen, Ängste vor Bewegung abzubauen und den perfekten Zeitpunkt für Belastung zu finden.

Die Kernfragen des Vortrags:

  • Der biologische Timer: Welche festen Zeitlinien (Tage, Wochen, Monate) benötigt das Gewebe für die Entzündungs-, Proliferations- und Umbauphase, bevor es wieder voll belastbar ist?
  • Autonomie im Alltag: Wie kann ich anhand biologischer Fakten selbstständig und sicher einschätzen, wann welche Alltagsaktivität wieder erlaubt ist?
  • Das Frühwarnsystem (Aδ-Fasern): Warum der helle, blitzartige Schmerz ein wichtiges Schutzsignal ist und wie man ihn nutzt, um mechanische Überlastungen im Alltag strikt zu vermeiden.
  • Der Heilungsschmerz (C-Fasern): Warum ein dumpfer, pochender Nachschmerz oft nur den gesteigerten Stoffwechsel der entzündlichen Heilungsphase widerspiegelt – und man lernen kann, diesen Schmerz richtig einzuordnen, ohne in Schonverhalten zu verfallen.
  • Gewebe im Wandel: Wie verändern sich Sehnen, Muskeln und Faszien in Phasen längerer Immobilität und wie setzen wir die richtigen Reize, um die Heilung zu beschleunigen, statt sie zu gefährden?

Der Fokus: Chronischer oder wiederkehrender Schmerz fühlt sich oft an wie ein unlösbares Rätsel. In diesem Vortrag entmystifizieren wir das Phänomen Schmerz auf verständliche und wissenschaftlich fundierte Weise. Hier wird vermittelt, warum Schmerz nicht immer gleichbedeutend mit einer Gewebeschädigung ist und wie das Nervensystem die „Lautstärke“ reguliert.

Die Kernfragen des Vortrags:

  • Nozizeption vs. Schmerz: Warum tut etwas weh, obwohl der Arzt auf dem Röntgenbild nichts (mehr) findet?
  • Das Alarmsystem des Körpers: Wie das Gehirn Schmerz bewertet und wie ein „Schmerzgedächtnis“ entsteht.
  • Die Regler im Alltag: Welchen Einfluss haben Stress, Schlaf, Ernährung und Bewegung auf mein Schmerzempfinden?
  • Den Filter verändern: Erste mentale und körperliche Strategien, um den körpereigenen Schmerzregler wieder herunterzudrehen.

Der Fokus: Fast jeder Mensch leidet im Laufe des Lebens unter Rückenschmerzen – doch die Betroffenen sind oft verunsichert durch widersprüchliche Ratschläge und bedrohliche MRT-Befunde. Dieser Impulsvortrag räumt mit den größten Rücken-Mythen auf und erklärt die funktionellen und biomechanischen Zusammenhänge der Wirbelsäule verständlich und alltagsnah.

Die Kernfragen des Vortrags:

  • Das Dilemma der Bildgebung: Warum ein Bandscheibenvorfall im MRT oft schlimmer aussieht, als er für deinen Alltag ist.
  • Stabilität & Kontrolle: Wie das Zusammenspiel von tiefer Muskulatur, Atmung und Bewegung den Rücken schützt.
  • Der Immobilitäts-Faktor: Was langes Sitzen oder körperliche Inaktivität im Gewebe verändern – und wie wir effektiv gegensteuern.
  • Alarmzeichen deuten: Wann ist ein Rückenschmerz harmlos und wann benötigt er gezielte Aufmerksamkeit?

Der Fokus: Der Beckenboden ist das kraftvolle Zentrum unseres Körpers – doch er wird meistens erst bemerkt, wenn er nicht mehr richtig funktioniert. Dieser Vortrag bricht das Tabu und beleuchtet das Thema ganz bewusst aus der Perspektive beider Geschlechter. Indem wir die funktionellen Unterschiede und verblüffenden Gemeinsamkeiten von Mann und Frau verstehen, lernen Partner auch die Herausforderungen des Gegenüber zu begreifen.

Die Kernfragen des Vortrags:

  • Anatomie im Vergleich: Wie ist der Beckenboden bei Mann und Frau aufgebaut und welche Aufgaben erfüllt er im Alltag?
  • Wenn das Zentrum schwankt: Gender-spezifische Folgen wie Inkontinenz nach Prostata-Operationen beim Mann oder Belastungsbeschwerden nach Schwangerschaft und in den Wechseljahren bei der Frau.
  • Mehr als nur Haltekraft: Das faszinierende Zusammenspiel von Beckenboden, tiefer Rumpfstabilität und Atmung.
  • Prävention für beide: Wie wir im Alltag reflektorisch und ohne starres, stundenlanges Training die Beckenbodenfunktion erhalten können.

Format & Termine

Vortragsformat (Online-Live):
Kompakter Impulsvortrag: Maximal 1,5 Stunden fundiertes Wissen, anschaulich und verständlich aufbereitet.
Interaktive Fragerunde: Im Anschluss an jeden Vortrag nehme ich mir Zeit für deine individuellen Fragen und den Austausch.
Flexibel & Unkompliziert: Bequem von zu Hause aus via Zoom – ideal auch für Angehörige, die gemeinsam teilnehmen möchten.

Für interessierte Laien

Fokus: Warum hat das, was wir essen, einen direkten Einfluss darauf, wie wir Schmerz empfinden? Dieser Vortrag beleuchtet die faszinierende Biochemie unseres Körpers und zeigt, wie chronische, unterschwellige Entzündungen im Gewebe durch unsere tägliche Nahrung befeuert werden. In diesem Vortrag lernen wir Zusammenhänge zu verstehen, um den Körper über den Teller proaktiv schmerzfreier zu regulieren.

Die Kernfragen des Vortrags:

  • Die Hirn-Darm-Achse: Wie kommuniziert unser Mikrobiom im Darm direkt mit dem zentralen Nervensystem und unserem Schmerzregler im Gehirn?
  • Das Phänomen der postprandialen Inflammation: Wie stark verarbeitete Lebensmittel direkt nach dem Essen Entzündungsprozesse im Körper anheizen.
  • Vom Teller in den Rücken: Wie ein entzündetes Milieu im Körper zur Entstehung und Aufrechterhaltung diversester chronischer Schmerzsyndrome beiträgt.
  • Ernährung als Therapie: Praktische, alltagsnahe Strategien, um über eine entzündungshemmende Nahrungsauswahl Schmerzen aktiv zu lindern.

Fokus: Wir Menschen sind grundsätzlich für Bewegung ausgelegt – dennoch verbringen viele von uns den Großteil des Tages im Sitzen. In diesem Impulsvortrag analysieren wir schonungslos, was diese Inaktivität physiologisch und biomechanisch mit unserem Körper macht. Dieser Vortrag liefert das theoretische Fundament und dient als perfekter Unterbau für unseren praktischen Kurs „Anti-Sitting-Strategie“.

Die Kernfragen des Vortrags:

  • Der Preis der Bequemlichkeit: Wie dauerhaftes Sitzen die Degeneration der Lenden- (LWS) und Halswirbelsäule (HWS) massiv beschleunigt.
  • Vom Dauersitzen zum Schmerz: Die Entstehung von Repetitive Strain Injury (Mausarm), chronischen Muskelverkürzungen und quälenden Spannungskopfschmerzen.
  • Struktureller Umbau: Wie sich die muskuläre Zusammensetzung des Körpers durch Inaktivität negativ verändert und die Rumpfstabilität degeneriert.
  • Die Kompensations-Formel: Warum einfaches Fitnesstraining nach der Arbeit die Effekte von 8 Stunden Sitzen oft nicht ausgleichen kann und welche spezifischen Reize der Körper wirklich braucht.

Fokus: Die hormonelle Umstellung in der Mitte des Lebens wird meist tabuisiert – oder nur auf Hitzewallungen reduziert. Dieser Vortrag bricht das Schweigen und betrachtet die Wechseljahre als das, was sie sind: Eine tiefgreifende biologische Transformation, die Frauen wie Männer gleichermaßen betrifft. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie man körperliche, kognitive und mentale Leistungsfähigkeit in dieser Phase optimal schützt und steuert.

Die Kernfragen des Vortrags:

  • Hormone im Wandel: Wie der Abfall von Östrogen bei der Frau und Testosteron beim Mann (Andropause) die körperliche, psychische und kognitive Leistungsfähigkeit beeinflusst.
  • Umbau von Muskel und Knochen: Warum sich die Körperzusammensetzung in dieser Phase verändert, wie Muskelabbau (Sarkopenie) droht und was für den Erhalt der Knochendichte getan werden musst.
  • Das metabolische Update: Warum das gewohnte Training und die bisherige Ernährung plötzlich nicht mehr dieselben Ergebnisse liefern und wie man seinen Lebensstil wissenschaftlich fundiert anpasst.
  • Kraftvoll durch den Wandel: Strategien aus der Sport- und Bewegungswissenschaft, um mental fokussiert und körperlich stark zu bleiben.

Format & Termine

Vortragsformat (Online-Live):
Kompakter Impulsvortrag: Maximal 1,5 Stunden fundiertes Wissen, anschaulich und verständlich aufbereitet.
Interaktive Fragerunde: Im Anschluss an jeden Vortrag nehme ich mir Zeit für deine individuellen Fragen und den Austausch.
Flexibel & Unkompliziert: Bequem von zu Hause aus via Zoom – ideal auch für Angehörige, die gemeinsam teilnehmen möchten.

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